Falk Dübbert

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Wenigstens eine hat noch Spass am Schnee.



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Eigentlich wollte ich die Hausrunde mit dem MTB abkurven



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Berg aus Dreck (ab 0 Uhr keine Identi.ca-Updates mehr)

von Falk Dübbert (falkd) | 02 Februar, 2010 11:17

Zeit den Stecker zu ziehen.

Nachdem im Dezember die Piraten dran glauben mussten, kommt jetzt "dieses Internet" aufs Blutgerüst. Die Idee dahinter ist, dass ich meine Kommunikation aufwerten will und "wertlose" Kommunikation (=Geplänkel) deutlich einschränken werde. Heute Abend werden alle Update-Mechanismen, die Blog, identi.ca und ipernity miteinander verbinden, entfernt bzw. nicht mit auf den neuen Server umgezogen.

Das hat keinen konkreten Anlass. Das war so geplant bzw. ich hatte bei Einrichtung der Skripte eine Evaluierungsdauer vorgesehen, das Datum war willkürlich auf den 1.2.2010 gesetzt und der schaute gestern aus meinem Terminkalender. 

Nur noch konkret reden, gib mir ein ja oder nein.
Schluss mit Larifari, ich lass all die alten Faxen sein.

(Peter Fox, Alles neu)

Auch hier im Blog kommt die Konsolidierung: Ich mache einen auf Wikipedia und lösche alles ohne Relevanz. Und mein Relevanzkriterium ist genauso willkürlich gewählt. 

Habt ihr euch mal überlegt, was das Internet im letzten Jahr bewirkt hat? Ich meine jetzt mal ohne "was das Internet 2009 bewirkt hat" in Google einzutippen. Ich bin in eine Partei eingetreten, aus der ich wieder ausgetreten bin.

Wenn man die Frage auf Social Media einengt, könnte man schon auf ketzerische Gedanken kommen.

Man muss ja nicht gleich den Schirrmacher spielen und das Internet an sich verteufeln, aber für mich ist das Internet sowas wie ein Steinmesser. Heute grenzen wir den Steinzeitmenschen als homo faber "der (werkzeugschaffende) Mensch" von seinen Vorgängern ab, die es nur zum aufrechten Gang brachten. Dass der Steinzeitmensch sein Messer nur gemacht hat, um etwas zu schneiden, fällt komplett in den Hintergrund.
Das planvolle Vorgehen, die Äußerung von Wünsche oder Fähigkeit zur Abstraktion wird auf das Erschaffen des Messers reduziert.

Gleiches kann man bei der Betrachtung der Menschen untereinander beobachten. Es ist zum Beispiel eine Nachricht, dass Jürgen Habermas "nicht bei Twitter ist". Die unter dem Artikel zu findenden Kommentare sind an Bigotterie und Altklugheit kaum zu übertreffen.

Die Problematik, dass sowohl Bloggen 2010 als auch das meiste in "Social Media" im Grunde nur das Wiederkäuen, von Kuhdung-gedüngten Gras ist, der entstehende Kuhdung aber auf der gleichen Wiese landet und das selbe Gras düngt, aus dem er entstand, wird zunehmend ausgeblendet. 2003 waren Metabloggen und Autoreferenzialität noch verpönter als Katzencontent. Das ist kein neuer Trend, denn wenn man zehn Fachbücher hat, findet man jeweils die neun anderen im Literaturverzeichnis des zehnten. So entstehen Alphablogger und allein deren Existenz verengt die mögliche Bandbreite.  

Ein schlechter Witz wird nicht besser, wenn er als Tweet/Dent transportiert wird, auch nicht durch Wiederholung. Das Medium als Tool braucht immer einen Zweck, den es erfüllen kann.  Letzlich bringen uns aber die Tools alleine nicht weiter, wenn wir außer "Benutzt die Tools!" keine Nachricht haben. Ich glaube nicht daran, dass die Antropologen in 2000 Jahren den "twitternden Mensch" vom "schaffenden Mensch" abtrennen. Dazu ist der impact zu gering.

Mir wäre übrigens der "kritische Mensch" oder der "organisationsfreudige Mensch" deutlich lieber. 

 

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