Ich hatte gestern nacht lange mit einem sehr guten Freund gevoipt und er war bei dem Piratenstammtisch, der seinem Wohnort am nächsten liegt und schilderte mir seinen Eindruck.
Wir beide haben lange Zeit in anderen Parteien verbracht und träumten die Neuauflage Sozialliberaler Zeiten. Jetzt also bekam ich seinen Eindruck geschildert und er haute mir den Satz von oben vor den Bug.
Seine Analyse war aber sehr präzise. Die Piraten haben das Wiki-Konzept komplett durchgezogen, jeder kann tun und machen, was er will. Meistens wird der Einsatz auch belohnt. Das macht solange Sinn, wie es über weite Teile keine schlagkräftigen Strukturen gibt, da man so auch die Leistung einzelner gut nutzen kann. So lange der Fehler korrigierbar ist, fährt man damit prächtig.
Jetzt ist aber zum dritten Mal was passiert, das nicht passieren sollte. Es wurden extrem ungeschickte Äußerungen bzw. Handlungen nach außen transportiert.
Wir sind zu groß geworden. Alle anderen Parteien mit ernstzunehmenden Ambitionen konnten mit der Republik reifen. Die vier Mächte entließen uns auch erst vor 20 Jahren in die Freiheit. Und die Grünen waren lange Bürgerinitiative oder Verein bis sich aus deren Mitte die Partei formte und Dany le rouge seinen Ziehsohn entsandte um dort die Macht zu übernehmen.
Wir Piraten haben damit das gleiche Problem, wie viele Mitglieder, nämlich die Kindheit übersprungen zu haben. Nach der Bundestagswahl gilt es Strukturen zu schaffen und die Partei zu festigen, leider wird dadurch auch viel jugendlicher Zauber verloren gehen.
Update: das Piraten-Wiki ist nicht erreichbar...









1. AlexL | 09/19,2009 at 00:27
Ja, stimmt. Ich weiss nicht, ob 5% das beste ist, was uns passieren kann, das würde den geistigen Alterungsprozess rapide beschleunigen. Vermutlich. Vieleicht aber auch nich, daher #Piraten+