Experimentierbaukasten Blog
von Falk Dübbert (falkd) | 09 März, 2010 17:13
Ich habe ein wenig an den Plugins und skripten geschraubt.
- Testweise rennt hier ein Skript, das den Identi.ca-Feed einbindet, aber auch von identi.ca geladen wird.
- Social-Bookmark-Links unter den Artikeln.
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Ach ja. Teaser-Feeds.
von Falk Dübbert (falkd) | 08 März, 2010 01:09
Bei BasicThinking scheint der Arsch ganz schön auf Grundeis zu gehen. Auf jeden Fall müssen jetzt die Einnahmen rauf und die schuldigen kennt man auch: RSS-Feed-Abonnenten!
Diese Schmarotzer lesen die ganzen schönen Artikel aber nie die Werbung.
Ich habe BasicThinking nie wirklich gelesen, höchstens wenn ein guter Metablogger einen Artikel von dort verlinkt hat. Schon zu Robert Basics Zeiten nervten die "Toller Artikel"-Kommentarschleimer-Schleimkommentare und das Gewicht aller Artikel dort dürfte das der im LHC bewegten Moleküle nicht übersteigen. Es war doch meist leichte Kost und Internet-Friseur-Gerüchte-und-Neuigkeiten-Aufwärmer-Zeug. Eine Gala für Twitter- und Facebook-Nutzer. Ich fürchte, ich hätte den Unterschied zwischen einer Domainparking-Seite und dem Original auf den ersten Blick gar nicht mitbekommen.
Wenn ich eine Unternehmung habe (hätte) und diese unter 4% Rendite auf mein eingesetztes Kapital zurückspült(e), ziehe ich mich zurück und lege mein Geld auf ein Sparbuch, in ein Festgeldkonto, als Griechenlandanleihe oder als Short auf den Euro an. Und genau das ist das Problem: Die BasicThinking-Redaktion bzw. die Bude dahinter kann das nicht, weil eine Versteigerung der domain dürfte allenfalls Bruchteile der investierten Summe retten.

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angetestet: Zarafa
von Falk Dübbert (falkd) | 07 März, 2010 19:12
Ich habe soeben Zarafa auf meinem Server eingerichtet und bin hin und weg. Es ersetzt so gut wie alle Exchange-Eigenschaften und die CALs kosten gerade mal die Hälfte (die ersten 3 kosten nix). Wer kein MAPI für Outlook braucht, kann komplett mit der OpenSource-Version auskommen.
Es synchronisiert
-
per ActiveSync mit einem WM5/WM6-Handy
-
per MAPI mit Outlook
-
per Caldav mit Thunderbird/Sunbird/Lightning
und bietet ein wunderschönes Webinterface, das lokale Outlook-Installationen eigentlich unnötig macht.
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RSS
von Falk Dübbert (falkd) | 06 März, 2010 18:57
Der Feed-Erzeuger (bzw. alle drei) speichert für die nächsten Tage eine Art Hash der IP-Adresse.
(Oktet1 + 1) * (Oktet2 + 1) * (Oktet3 + 1) * (Oktet4 + 1)
Das sollte der Anonymität genüge tun und dient lediglich der Zählung.
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Ich hatte ja auf bunte Fähnchen gehofft.
von Falk Dübbert (falkd) | 05 März, 2010 15:15

Ich danke allen Teilnehmern (auch den beiden Mehrfachklickern).
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Wer nicht will, der hat schon. (Mach's gut, Rivva.de.)
von Falk Dübbert (falkd) | 05 März, 2010 11:48
Seit gestern habe ich Rivva.de auf meine Banned-Hosts-Liste gesetzt. Startseite ist nun vorerst ein (lokaler) AJAX-RSS-Parser, mit dem ich ein paar Feeds, die ich aus meinen Lieblingsblogs und dem Icerocket RSS-Builder zusammensetze, augenschmeichelnd darstelle.*
Der Grund für diese "Abstrafung"
ist der Weg der Finanzierung, den Frank Westphal wählte: Sponsor-Posts. Danke. Das wars für mich, denn damit ist Rivva auch mit der auffälligen gelben Hinterlegung der entsprechende Einträge unbrauchbar geworden.
Bislang war Rivva eine in Code gegossener Freimaurer-Loge: Rivva fand nur das, was bereits gefundenes verlinkt. Zugang nur auf Empfehlung eines Mitglieds. Das System hatte sicher Schwächen, denn ein Blick auf die Deutschen Blogcharts führt zu den gleichen Blogs. Bei Rivva sind halt noch Spiegel, FAZ, Zeit, etc. verlinkt.
Jetzt kommen die Sponsor Posts.
Sicher: T3N und andere Sponsoren würden es auch ohne Sponsoring in die Selektion schaffen, aber wo würden sie stehen?
Werbung hätte abseits der normalen Darstellung hätte ich akzeptiert. Jetzt aber funktioniert der ganze Algorithmus nicht mehr. Frank Westphal tappte nun in die Paid-Blogging-Falle und der Rest Glaubwürdigkeit der Auflistung ist futsch.
* Das Projekt hatte ursprünglich einen eigenen Suchcrawler, dessen Neuronales Netz aber trotz prozessorschonender Programmierung in C/C++ selbst Doppel-Opteron-Server binnen Minuten stilllegte und einen riesigen Bandbreitenhunger an den Tag legte. Deswegen ist das erstmal auf einen Zeitraum poststudium verschoben.
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Doch nochmal Politik: Vorratsdatenspeicherung
von Falk Dübbert (falkd) | 02 März, 2010 15:23
Das Netz2.0 ergeht sich gerade in Freude über das BVerG-Urteil zur Vorratsdatenspeicherung und Häme über die CDU, die allerdings als Gewinner des heutigen Tages angesehen werden darf.
Gerade die vielen Tweets und Dents der Piraten und Grünen, scheinen zu bestätigen, dass das Internet zur Verbreitung von ADS beiträgt. Den Absendern ging nach "das Gesetz ist nichtig" und "Daten sind zu löschen" die Aufmerksamkeit aus.
Tatsächlich aber hat das Bundesverfassungsgericht klargestellt:
- "Eine sechsmonatige anlasslose Speicherung von
Telekommunikations-verkehrsdaten für qualifizierte Verwendungen im Rahmen der Strafverfolgung, der Gefahrenabwehr und der Aufgaben der Nachrichtendienste, wie sie die §§ 113a, 113b TKG anordnen, ist mit Art. 10 GG nicht schlechthin unvereinbar."
Die grundsätzliche Möglichkeit zur Vorratsdatenspeicherung wird in der Urteilsbegründung insgesamt 11 mal (so oft habe ich es gefunden) wiederholt. - Für IP-Adressen gelten weniger strenge verfassungsrechtliche Maßgaben. Ihre Speicherung hat für sich genommen geringeres Eingriffsgewicht.
- Die Abfrage von IP-Adressen im Rahmen eines Ordnungswidrigkeiten-Verfahrens ist nicht ausgeschlossen.
- Die Formulierung "Vielmehr reicht insoweit eine hinreichende Sach und Verantwortungsnähe zwischen der beruflichen Tätigkeit und der auferlegten Verpflichtung." lässt in mir bei zu erwartenden Urteilen zu Zugangsproviderprivileg und -Haftung die Alarmglocken schrillen.
Zusammengefasst, ist das zwar kein Pyrrhussieg (da nicht teuer erkauft), aber ein Erfolg von nur kurzer Dauer. Strohfeuer, Eintagsfliege wäre das bessere Gleichnis.
Eine neue Vorratsdatenspeicherung wird kommen und die kommende Ausgestaltung wird kaum handwerklich so schlecht ausgeführt sein, dass sie derart schnell zu kippen ist, wie der Elfmeter ohne Torwart, den Zypries und Schäuble den Klägern da boten.
Tatsächlich muss man von einem Verlust auf ganzer Linie sprechen, denn das BVerG hat weniger die Speicherung an sich, als die mangelhaft spezifizierte Haltung und ausufernde Nutzung der Daten kritisiert. Dabei war es das Ziel die Speicherung, die alle Bürger unter Verdacht stellt, zu kippen.
Mit einer transparenten Vorratsdatenspeicherung, bei der die Daten asymmetrisch verschlüsselt werden, mit wirksamen Richtervorbehalt über den Schlüssel gewacht wird, man gleichzeitig über die Verwendung informiert wird und deren Auskünfte tatsächlich auf Verfahren zu Verbrechen mit Mindeststrafandrohung beschränkt ist, hätte ich übrigens leben können. In Europa gibt es jedoch keinen wirksamen Richtervorbehalt.
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